Tagebuch Mike Niven

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Mike Niven
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Re: Tagebuch Mike Niven

Beitragvon Mike Niven » Samstag 5. Juni 2010, 10:34

Eintrag 4 - Elektronisches Tagebuch - 05.06.2010 - Chimaera (Schiff)

Wir warten schon seid einigen Stunden. Doch worauf warten wir? Warten auf Rettung? Auf den Tod? Niemand von SG-6 kann es derzeit sagen. Seit einigen Tagen haben wir nun den gefundenen Generator installiert und senden damit das Notsignal. Zum Glück konnte ich es so modifizieren um es wie die Prometheus klingen zu lassen. Vielleicht ein kleiner Hoffnungsschimmer das unsere Leute oder vielleicht sogar unsere Verbündeten uns finden.

Das SGC wird wohl mittlerweile unsere GDO Codes sperren lassen haben. Ich will garnicht drüber nachdenken was im SGC gerade passiert. Vielleicht baut Archer schon an einem neuen SG-6 Team. Aber daran will ich jetzt garnicht denken. Das einzigste was jetzt zählt, ist das wir hier runter kommen, bevor das Schiff sich in seine Einzelteile auflöst.
Durch den enormen Druck und dem warten auf die Zukunft wird es hier auf dem Schiff schlimmer als vorher. Als die Systeme noch funktionierten dachte ich schon das einige durchdrehen würden. Doch jetzt ist der Druck noch größer als wir noch "nur" zurück zur Erde wollten. Jetzt gehts um unser Leben.

Wenn ich so über mein Leben nachdenke, muss ich an Nikita denken. Ich habe wirklich Angst um Sie. Angst das ihr was passiert, das Sie allein ist oder sich sogar was antut. Ich hoffe das Dominic sie weiterhin unterstützt. Aber wer weiß. Nikita verschliesst sich schnell wenn es ihr nicht gut geht. Vielleicht hat sie Dominic schon vor die Türe gesetzt.
Ich hoffe nur das Sie keine Dummheiten macht. Das würde ich nicht verkraften. Selbst wenn wir hier aus der Sache nicht raus kommen und mir wirklich der letzte Atem entweicht,sollte Nikita weiter leben. Sie soll die schönen Erinnerungen die wir hatten, nicht vergessen und daran denken was für eine schöne Zeit wir hatten. Aber solange es noch nicht so kommen wird, werde ich dafür kämpfen Sie wieder zu sehen und sie im Arm zu halten.

Ich werde Nikita sofort fragen, ob wir sobald wie möglich heiraten werden. Damit sie weiß, das wir immer miteinander verbunden sein werden egal wo der andere ist. Aber ich hoffe auch das ihr mit SG-13 nichts passiert. ich vermisse Sie so sehr und mir tut es wirklich weh nicht zu wissen wie es ihr geht und was sie fühlt oder denkt. Vor allem hoffe ich nicht das Sie denkt das es vorbei ist. Vorbei mit meinem Willen ums Überleben zu kämpfen. Ich werde bald wieder bei dir zuhause sein Niki.

Ich hatte in den letzten Tagen die Möglichkeit genutzt mit Mac zu reden. Ich habe mich bei ihr für mein bisheriges Verhalten ihr gegenüber entschuldigt. Es war voll gerechtfertigt dies zu tun. Zum Glück nahm sie diese auch an. Ich habe das Gefühl das Niki Mac noch nichts von unserer Verlobung erzählt hatte. Jedenfalls sagte Maci mir gegenüber davon bisher nichts. Auch wenn wir über Niki sprachen. Ich werde es weiterhin Niki überlassen es ihrer besten Freundin zu erzählen.

So ich werde mich mal wieder zur Brücke begeben und die Signalstärke prüfen. Vielleicht gibt es ja mittlerweile Anzeichen für einen Kontakt.

Ende des Eintrages
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Re: Tagebuch Mike Niven

Beitragvon Mike Niven » Sonntag 22. August 2010, 21:25

Mike gab Nikita Niven 3 Briefe am Tag der Abreise nach Atlantis. Er hoffte das Nikita sie an die 3 Personen, Ramsay, Mac und sich selbst geben würde um sie zu lesen.

Brief an Matthew Ramsay

Lieber Matt,

ich schreibe dir diesen Brief, um einiges los zu werden, vor allem, da ich keine Möglichkeit mehr erhalten hatte, dir diese Dinge persönlich zu sagen. Deswegen mach ich das über diesen Weg. Ich war jetzt fast ein Jahr unter deinem Kommando bei SG-6. Ich muss sagen ich war wirklich froh wieder bei euch zu sein, auch wenn es für mich anfangs komisch war, das du Teamleiter warst. Dennoch haben wir das ganze gut geschaukelt. Die Missionen waren manchmal hart und manchmal bestanden Sie hauptsächlich aus Spaß. Allein wenn ich an die Mission mit dem Biber denk.. Aber das ist nur eine von vielen Missionen, auf denen ich viel von dir und dem Team lernen konnte und stolz darauf war, ein Mitglied von SG-6 zu sein. Ich muss immer noch an den Tag denken als wir uns kennenlernten. Vor dem Zimmer wo Mary Dowega mit dem general der Air Force gesprochen hatte und wir Wache hielten. Das ist schon eine Weile her. Dennoch bin ich froh so eine Person wie dich kennengelernt zu haben und auch trotz dem Rangtechnischem, als guten Freund gewonnen habe. Die Sache vor einigen Monaten mit dem Raumschiff auf dem wir "gefangen" waren, war eine echte harte Probe für SG-6. Da muss ich nochmal sagen das ich dankbar dafür bin das du mir mal wörtlich ins Gesicht geschlagen hast um mich wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Es war unfair von mir einen Tag später dein Kommando in Frage zu stellen. Das tut mir heute immer noch leid.

Jetzt habe ich das Team verlassen und bin auf dem Weg nach Atlantis. Es liegt nicht am Team oder an dir sondern einfach daran, eine neue Herausforderung zu finden. Eine Herausforderung die meinen Fähigkeiten entspricht und mich fördert. So gesehen ein Neuanfang in meinen Forschungsarbeiten. Und ich verspreche dir auch diesmal nicht glühend zu einer Mission zu erscheinen.

Ich werde bei meinem neuen Team versuchen, deine Lehren so gut es geht einzusetzen. Ich werde versuchen keine Befehle in Frage zu stellen und auch meine Ausraster ein wenig runter zu schrauben. Ich werde dem Team zeigen das ich einen der besten Ausbilder während der Zeit bei SG-6 hatte. Dafür danke ich dir. Ich möchte das du dich und das SG-6 Team immer heil zurück ins SGC bringst. Ich wünsche dir schöne und tolle Missionen mit deinem Team. Ich werde immer an dich und euch denken. Vergesst mich nicht.

Leb wohl,

Mikey

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Re: Tagebuch Mike Niven

Beitragvon Mike Niven » Sonntag 22. August 2010, 22:00

Brief an Sarah Dinozzo

Hey Maci,

der gestrige Abend war für mich einer der schönsten. Nicht nur weil es um die Hochzeit von Dominic und Chiara ging,
sondern auch da es unser letzter Abend war und wir auch einiges an Spaß hatten. Wenn ich an unsere gemeinsame Zeit
zurück blicke, habe ich viel aber sehr viel falsch gemacht. Hauptsächlich habe ich mich dir als PL sehr oft
widersetzt. Das tut mir sehr leid. Angefangen mit der Mission damals und dem Messer als du unser TL warst. Dann die
Sache mit den Menschenrechten und dem DHD usw. Das sind nur ein paar von den Dingen die ich angerichtet habe und
ich möchte mich für diese alle entschuldigen. Ich hoffe du verzeihst mir dies. Aber ich habe mich nicht nur bei dir
zu entschuldigen.

Ich habe dir in meinem Leben sovieles zu Danken. Angefangen mit meinem Leben. Wie oft hast du mir das Leben
gerettet? Damals die Sache als ich auf der Mission zusammen gebrochen bin wegen den Versuchen und Entdeckungen der
Shukris.
Aber nicht nur als Sanitäterin hast du mir das Leben gerettet sondern auch als Soldatin. Wenn ich an die Entführung
durch den Trust denke wo du mich mit den anderen gerettet hast. Danke dafür. Ich danke dir aber auch dafür das du
mir das beste in meinem Leben geschenkt hast. Du hast Nikita zu dem gemacht, was sie heute ist. Dafür liebe ich
dich. Du hast mir damit den weiteren Weg im Leben gepflastert und mir einen Grund gegeben, für den es zu Leben
galt.

Dann die Sache des AC. Ich war damals Leiter gewesen und hätte nie gedacht mal wieder ins AC zu kommen. Doch da ich
sah das du dort mitarbeitest, wollte ich dort wieder hin. Danke das du mir das Vertrauen schenkst und mich zum
stellvertretenden Leiter gemacht hattest. Das war wieder so ein Teil, der wichtig für mich war und ist.

Ich weiß das du nicht viel von Abschieden hälst, aber ich muss dir die Dinge hier noch schreiben.
Unsere Freundschaft gehört mit zum wichtigsten in meinem Leben und ich hoffe sie wird auch trotz Atlantis weiterhin
bestehen bleiben. Die ganzen Sachen die wir gemeinsam erlebt haben, werde ich nie vergessen und immer bei mir in
meinem Herzen halten. Ich hoffe du wirst mich nicht vergessen und freue mich schon auf unser Wiedersehen. Vielleicht kommst du uns ja nochmal mit SG-6 besuchen. Tu mir den Gefallen und komm immmer heil wieder. Schließlich brauch Tony dich noch.

Machs gut und bis zum nächsten Mal.

Mikey

P.S. Damit du mich nicht so leicht vergisst.

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Zuletzt geändert von Mike Niven am Sonntag 22. August 2010, 22:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tagebuch Mike Niven

Beitragvon Mike Niven » Sonntag 22. August 2010, 22:33

Brief an Nikita

Hallo mein Schatz,

ich weiß das du vielleicht gerade zuhause neben Benny sitzt und diesen Brief wahrscheinlich mit Tränen in den Augen geöffnet hast. Dennoch lass mich dir sagen, das es dafür keinen Grund gibt. Deine Tränen sind nur Zeichen dessen, das du mich vermisst und keinesfalls das ich nicht mehr wieder komme. Ich werde wieder kommen, mach dir da keine Sorgen. Ich werde nach Möglichkeit versuchen, die was schriftlich zukommen zu lassen. Sei es auf dem Papier oder auf digitale Art.

Ich werde so oft es geht an dich denken. Ich habe aus einem Fotoalbum ein Foto von dir genommen, welches neben meinem Bett stehen wird, damit ich jeden Morgen beim Aufstehen als erstes dein Gesicht sehe, welches durch die Sonne aus dem Fenster berührt wird.

Ich hoffe du fühlst dich nicht so allein ohne mich und Benny tröstet dich ein wenig und gibt dir einen Teil von mir an dich weiter. Ich freue mich jetzt schon auf unser baldiges Wiedersehen und unser gemeinsames Weihnachtsfest. Aber vor allem darauf mit dir wieder den Sternenhimmel zu beobachten. Ich weiß zwar nicht wie ich das ganze schaffen soll ohne dich, da du mir immer viel Kraft gegeben hast. Aber irgendwie wird das ganze schon gehen. Schließlich weiß ich das du das auch schaffst.

Ich bin froh das ich dich geheiratet habe und bereue kein bisschen unserer bisherigen gemeinsamen Zeit. Ich liebe dich und das wird sich auch hier auf Atlantis nicht ändern.
Tu mir den Gefallen und komm heil von deinen Missionen zurück und lass dir nicht von Drakemoore auf der Nase herumtanzen. Und schau wenn es geht mal ab und zu nach Tom damit er nicht so vereinsamt.

Ich werde dich vermissen und ich hoffe das du das auch tust.

Ich liebe dich.

Mikey

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Re: Tagebuch Mike Niven

Beitragvon Mike Niven » Dienstag 1. Februar 2011, 18:58

Mike holte sein Tagebuch aus einem der Kartons und nahm es mit in sein Zimmer. Er lies seinen gefühlen freien Lauf und schrieb einige Notizen und Zeilen...

Keiner will die Konsequenzen tragen und das ist das Dilemma
So wird mit jedem Gespräch unsere Gnadenfrist verlängert
Und immer wieder beteuert das sich jetzt Vieles ändert
Immer wieder neue Versuche die dann im Alten enden
Denn nach der Zeit, sind die Rollen verteilt
Wir wollen die Muster ignorieren, doch sie explodieren bei der Kleinigkeit
Und das ist so ermüdend
Wir haben versucht zueinander zu finden, fanden jedoch nur das wir uns selbst belügen
Warscheinlich haben wir es von Anfang an schon gewusst
Wir sind zu verschieden, dass man für jeden Frieden erstmal kämpfen muss

Wir habens so oft schon zerredet, so oft vergebens
Versucht die Vergangenheit zu verändern um uns den Weg zu ebnen
Auf dem wir wachsen und leben können zu zweit
Als miteinander vereint, anstatt aneinander vorbei
Doch jeder Einzelne bricht an dem Anderen entzwei
Wir haben Beide das Gefühl in der Partnerschaft nicht wir selbst zu sein
Und wenn es weh tut warum tun wir es uns an?
Und wenn Glück hier drin nicht zu finden ist, wonach suchen wir dann?
Es macht mich krank das ich angeblich der bin, der die Schuld hat
Und gleichzeitig der bin, der die ganzen Lasten schultert
Angeblich der bin, der hier alles kaputt macht
Doch gleichzeitig der, der immer wieder zu dir kommt und alles gut macht
Ich frag mich ständig was ich ändern kann und änder dann
selbst Dinge die mir gut gefallen, einzig um dir zu gefallen
Ich weiß nicht weiter wie ich mich so verbiegen soll
Ich weiß nicht mehr wie ich ehrlich zu mir sein kann und dich lieben soll

Und natürlich seh ich das Schöne und bisher überwiegt es
Gott weiß ich lieb dich und halt fest egal wie schwer die Kritik ist
Doch auch ich habe begrenzte Kräfte, es gleitet aus meinen Händen
Versuch meine Emotionen noch zu kontrollieren und verdrängen
Ich will Chancen geben, nochmal und nochmal wir haben es verdient
Es wär katastrophal im Streit und Affekt diesen Strich zu ziehen
Ich kann nicht mehr länger kämpfen, ich kann nich mehr länger stehen
Und ich kann nichts mehr für uns tun, wir 2 werden untergehen

Nikita...wieso ist es soweit gekommen....



Mike schloss sein Tagebuch und legte es auf seinen Nachttisch ehe er einschlief.
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Re: Tagebuch Mike Niven

Beitragvon Mike Niven » Dienstag 8. November 2011, 22:17

Mike kam gerade aus seinem Quartier und ging in Richtung einer der Piere von Atlantis. Nach knapp 20 Minuten fand er einen für sich passenden Platz und setzte sich auf die Kante und ließ seine Beine in Richtung des rauschenden Meeres hängen.

Er sah hinauf zum Himmel und musterte den hell leuchtenden Mond, welcher die gesamte Umgebung zu beleuchten schien.
Es war eine sternenklare, aber dennoch sehr kühle Nacht. Er griff kurz unter seine Atlantis Uniform Jacke, welche er sich für den kurzen Ausflug geborgt hatte, und holte ein dickes leicht gebraucht aussehendes Buch hervor. Dieses Buch war das einzigste was er von der Erde mitgebracht hatte und die Verbindung dorthin momentan hielt.

Er blätterte durch das Buch und laß einzelne Zeilen und Sätze. Teilweise musste er schmunzeln. Er nahm noch einen Stift aus der Jacke hervor und lehnte sich gegen eine der Metallstreben. Das Licht des Mondes schien ausreichend um ihm beim Schreiben zu unterstützen.

Der Stift setzte seine Tinte auf eine der unbeschriebenen Seiten und fing mit dem Datum an.

08.11.2011 - An einem der vielen Piers von Atlantis bei einer der wohl schönsten Nächte die es gibt

Stille - Das ist es was ich seit einigen Minuten höre. Das Meeresrauschen des Wassers scheint zu verstummen, wenn ich über meine momentane Situation nachdenke. Selbst die Dunkelheit der Nacht scheint sich um mich zu schlingen. Nur das Licht des Mondes hält mich aus der Dunkelheit fern, die ich fürchte. Furcht vor der Stille, der Dunkelheit und der Einsamkeit.
Auch wenn ich weiß, das ich nicht allein sein werde, so bin ich dennoch unsicher.

Am Tag des Umzuges hatte ich gehofft, das Nikita kommen würde. Dennoch wartete ich weiterhin auf sie. Ich wartete weitere Wochen in unserem neuen Zuhause und doch blieb die Türe immer verschlossen. Selbst im Stargate Center schien ich sie nicht antreffen zu können. Niemand konnte oder gab mir Informationen. Nun habe ich unser neues Zuhause zurückgelassen um erstmal mein Team nach Atlantis zu begleiten. Erhlich gesagt tut mir diese Zeit hier richtig gut und am liebsten würde ich nie wieder von hier verschwinden wollen. Denn auf der Erde stehe ich wieder vor dem Chaos, welches ich vor einigen Wochen dort zurückgelassen habe.

Ich habe vor kurzem mit Sarah gesprochen. Ich habe ihr zwar nicht alles über meine Gedanken erzählt, aber dennoch denke ich das sie es verstanden hat. Ich bin ihr sehr dankbar dafür, das sie mich unterstützt und trotz meiner Entscheidungen immr zu mir halten würde. Dasselbe hoffe ich auch von meinen anderen Freunden und Teamkollegen. Vor allem von Matt. Seit unserem Gespräch hatte ich das Gefühl wieder mit Matt enger befreundet zu sein. Doch seine Reaktion auf Nikis und meine Situation war ganz anders als ich es von ihm erwartet hatte. Gerade er ist ein großes Vorbild für mich. Wenn er nicht mehr zu mir halten würde oder nichts mehr von mir halten würde, wäre ich vermutlich am Boden zerstört und würde alles verlieren, wofür ich die letzten Jahre gearbeitet und gelebt habe.
Ich denke ich werde vielleicht mit ihm nochmal darüber sprechen, so unter Männern. Einfach nur um zu wissen wie er wirklich darüber denkt. Matt verschwand in der letzten Mission ebenfalls. Er wollte als Spinnenfutter enden. Ich hätte ihn niemals zurück lassen können. Zum Glück funktionierte die Zusammenarbeit mit CJ so perfekt, das wir Matt wohlbehalten, wenn auch schleimbeschmiert raus bekamen. Hätten wir ihn verloren, hätte ich mir das nie verziehen.

In diesem Moment fällt mir ein, was sich alles verändert hatte. Zuviel hatte sich in meinem Leben verändert und ich konnte ehrlich nicht genau sagen warum das alles geschah. Ich glaube, ich hab einfach nur da gesessen und zugesehen wie alles an mir vorbei zieht, ohne eigentlich richtig zu sehen was los ist. Einige meiner besten Freunde habe ich verloren. Ian, mit dem ich soviel gemeinsam hatte. Damals hatten wir soviel gemeinsam erlebt und durchgemacht und urplötzlich war er verschwunden. Danach hatte ich Dominic mit dem ich wirklich super befreundet war oder bin...Ich bin mir da nicht so sicher. Wohlmöglich hat er selbst genug um die Ohren oder er hat auch keine Lust mehr auf mich. Oder ich bin selbst schuld weil ich nicht auf ihn zu gehe. Ich weiß es nicht. Ob sich daran etwas ändern wird wenn ich wieder zurück bin, kann ich noch nicht genau sagen. Auf jedenfall werde ich versuchen, es mir vorzunehmen.

Doch auch wenn Freunde gehen, kommen immer wieder neue. Seitdem wir auf Atlantis sind, lernt man die Teamkollegen viel besser kennen und unternimmt auch ab und an etwas gemeinsam. Natürlich zähle ich Matt und Sarah hauptsächlich dazu, da ich froh bin wieder mehr mit den beiden, wenn auch beruflich, zu unternehmen. Doch mein momentaner kleiner Augenmerk ist Joey geworden. Als wir damals Joey verloren hatten, kannte ich sie noch nicht so gut wie heute. Ich habe mich ziemlich für ihr Verschwinden verantwortlich gemacht. Umso mehr unternahm ich, sie wieder zu finden, was uns schlussendlich auch gelang. Doch dann kam der Tag, an dem mein Gewissen mich plagte und ich mich weigerte fremde Technologien zu untersuchen.

An diesem Tag schien ich es mir mit Joey versaut zu haben. Ich dachte erst das es nicht schlimm sei und ignorierte unseren "Streit" erstmal. Doch als die Wochen vergingen und wir uns weiterhin anschwiegen, bekam ich ein ziemlich schlechtes Gefühl. Es war aber nicht nur mein schlechtes Gewissen, sondern genauso ein Gefühl, als hätte ich wieder mal einen Freund verloren. Seitdem wir sie wieder hatten, schien ich sie und ihre Art ziemlich zu mögen. Das wir beide uns anschwiegen verletzte mich. Deshalb war ich ziemlich froh, das wir hier auf Atlantis alles klären konnten. Seitdem versuche ich jederzeit Joey noch näher kennenzulernen und ihr mehr von mir zu erzählen, sofern sie das möchte. Denn dann wird sie sehen wer ich wirklich bin und sieht nicht nur das Bild, welches sie auf der damaligen Mission hatte. Aber ich habe auch nich ein wenig das Gefühl, etwas gut zu machen. Mal sehen was sich noch entwickelt und was passiert wenn wir wieder auf der Erde sind.

Wenn wir wieder auf der Erde sind....das sind die Worte vor denen ich mich leicht schauder. Und dennoch weiß ich was ich tun werde. Zu allererst werde ich Tom die Schlüssel zum neuen Haus geben. Ob Niki dort einziehen wird, kann ich ja leider selbst nicht beantworten. Was mich angeht, werde ich wieder zurück zum Strandhaus ziehen. Ich werde es umbauen um die alten Zeiten aus dem Haus zu entfernen. Dann werde ich mit Benny und meinen Freunden nochmal neu anfangen.
Ich werde Sarah darum bitten, mir dabei zu helfen, mein Vorhaben, mich von Nikita zu trennen durchzuziehen...

Mir bleibt keine andere Wahl. Wir haben uns einfach auseinander gelebt, auch wenn ich selbst immer über andere gelacht habe und gedacht habe das Niki und ich das Ganze anders machen werden. Doch es geht nicht mehr. Seitdem wir auf Atlantis sind habe ich gemerkt, das ich Nikita nicht mehr vermisse und das ist für mich ein eindeutiges Zeichen. Außerdem gibt es zuviele Dinge, die alles zu Fall brachten. Angefangen mit der damaligen Geschichte, wo ich angeblich fremd gegangen sein sollte. Diese Sache brachte damals einen großen Knacks in unsere Ehe, welcher bis heute noch anhält. Auch wenn wir wieder zusammen kamen, war doch einiges komisch. Niki opferte sich vollkommen für ihren Job und dachte nicht an die Konsequenzen. Und dann verschwindet sie einfach eines Tages ohne eine einzelne Nachricht. Ich weiß das ich selbst auch meine Fehler dazu beigetragen habe, damit es so kommt wie es jetzt ist. Ich hoffe ich kann bevor das alles los geht, nochmal mit Nikita sprechen. Sollte das nicht der Fall sein, so habe ich das wohl nicht verdient.

Ich werde jetzt die restlichen Tage auf Atlantis versuchen zu geniessen und mich mit Forschungen und Unternehmungen abzulenken. Wenn es dann wieder nach Hause geht, wird sich mein Leben ändern. Wieder einmal.Hoffen wir das der kommende Abschnitt besser läuft, als der vergangene.


Mike nahm den Stift von dem Blatt und las alles durch. Sein Stift landete wieder in der Jackentasche während er das Buch schloss. Er stand auf, hob den Arm mit dem Buch in die Luft und warf mit einem kraftvollen Schwung das Buch aufs Meer hinaus. Ein leises plätschern war zu hören als das Buch auf dem Wasser auftraf. Für ihn war diese Situation symbolisch hilfreich, denn ab heute würde er die alten Zeiten hinter sich lassen.

Mike ging in Richtung der Kantine um sich wieder mit seinen Freunden zu treffen. Schmunzelnd freute er sich schon auf Matt, Sarah, Joey, CJ und Lucy.
Zuletzt geändert von Mike Niven am Dienstag 8. November 2011, 22:17, insgesamt 1-mal geändert.
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